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Tschechisch

„Die tausendjährige Vergangenheit fließt durch jedes Wort. Wir tun etwas herrlich Altes und Historisches, wenn wir tschechisch sprechen.“ (Karel Čapek)

Die Tschechische Sprache - český jazyk  gehört zum westslavischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie.

Das Tschechische wird von etwa 10 Millionen Menschen gesprochen die fast ausschließlich auf dem Gebiet der Tschechischen Republik leben. Aber auch in Deutschland, in der Englisch sprechenden Welt und das meist von Nachfahren von Auswanderern und Eimigranten. Auf  kleine  Sprachinseln der tschechischen Sprache kann man aber auch in Rumänien, der Ukraine oder Kroatien  stoßen.

Die tschechische Sprache hat sich aus dem Urslavischen mit der slavischen Völkerwanderung spätestens ab dem 6.Jh. allmählich fortentwickelt.  Tschechisch ist eine stark flektierende Sprache mit sechs grammatikalischen Fällen (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Präpositiv und Instrumental sowie Vokativ als Anredeform). Die Konjugation der tschechischen Verben richtet sich nach Person, Numerus, und Tempus. In der Regel bilden tschechische Verben Aspektpaare, die unterschiedliche Sichtweisen der jeweiligen Handlung beinhalten.

Die tschechische Orthographie besitzt eigene diakritische Zeichen: das Häkchen (tschechisch háček) für die Zischlaute,  der kurze Schrägstrich (čárka) und Kringel (kroužek), welche  die lange der Aussprache von Vokale indizieren. Diese diakritischen Zeichen werden auch für die Transliteration der kyrillischen Texte in der Fachwelt verwendet. Das Tschechische besitzt Konsonanten die Silben bildend sein können: „r,l“ ausnahmsweise auch „m“  krk- bedeutet „Hals“,  vlk- bedeutet „Wolf“;  sedm bedeutet „sieben“.

Obwohl das Tschechische keine sehr weit verbreitete Sprache ist, verwendet man in der  ganzen Welt das Wort „Roboter“  das aus dem tschechischen Wort „robot“ hervorgegangen ist. Der Schriftsteller Karel Čapek benutzte erstmals den Begriff robot „Roboter“ in dem utopischen Drama R. U. R. (Rossums Universal–Robots). Grundlage des tschechischen Wortes ist das Substantiv robota „Arbeit, Fronarbeit“ das auf das altkirchenslavische rab „Sklave“ zurückgeht.